Blau-Weiss Hollage e. V. von 1934

Union Berlin gewinnt den 40. U15-Pfingstcup

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Der Sieger des 40. internationalen U15-Pfingstcups von Blau-Weiss Hollage heißt 1. FC Union Berlin. Die Köpenicker setzten sich in einem hochklassigen und intensiven Finale mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den TSV 1860 München durch und sicherten sich nach 2023 zum zweiten Mal den Titel am Benkenbusch.

Physische Dominanz als Schlüssel

Bereits früh im Turnierverlauf zeichnete sich ab, dass man die spielstarken Berliner für die vorderen Plätze auf dem Zettel haben musste. Die Eisernen beeindruckten mit einer enormen Physis und hohem Tempo und setzen sich in der anspruchsvollen Vorrundengruppe B mit dem SV Werder Bremen, dem DSC Arminia Bielefeld sowie Halbfinal-Gegner FC Twente/Heracles als Gruppensieger durch.

Auch in der Zwischenrunde hielt sich die Mannschaft von Björn Jopek schadlos und gewann ihre Gruppe mit Nordmeister VfL Wolfsburg, dem FC Midtjylland sowie dem späteren Finalgegner 1860 München. Nach dem glatten 3:0 im Halbfinale gegen Twente/Heracles hatte man auch im Endspiel gegen Sechzig mehr vom Spiel, musste sich nach Rückstand aber gewaltig strecken und hatte in der Schlusssekunde bei einem Pfostentreffer der Münchner sowie im folgenden Elfmeterschießen auch das nötige Quäntchen Glück.

Hollager Höhen und Tiefen

Auch Gastgeber Blau-Weiss Hollage durfte sportlich einige besondere Momente erleben. Vor allem das torlose Remis gegen Hannover 96 sorgte für große Emotionen am Benkenbusch. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torhüter Fynn Lienemann, der unter anderem einen Elfmeter parierte und insgesamt ein starkes Turnier spielte.

Im abschließenden Derby um Platz 15 gegen die JSG Lechtingen/Wallenhorst mussten sich die Blau-Weissen dann allerdings wie im Vorjahr im Elfmeterschießen geschlagen geben. Während die JSG den Derbysieg bejubelte, durften sich die Gastgeber bei der Siegerehrung doch noch über eine besondere Auszeichnung freuen: Fynn Lienemann wurde zum besten Torhüter des gesamten Turniers gewählt.

Defensiven dominieren das Jubiläum

Der Jubiläums-Pfingstcup war geprägt von enormer Intensität, hoher taktischer Disziplin und außergewöhnlich vielen engen Spielen. Auffällig: Die Defensivreihen bestimmten vor allem am ersten Turniertag das Geschehen, zahlreiche Partien endeten torlos.

Besonders kurios verlief das Turnier für Finalist TSV 1860 München: Die Löwen absolvierten gleich fünf Spiele in Folge ohne eigenes Tor und Gegentor, trafen erstmals im letzten Zwischenrundenspiel gegen Wolfsburg (2:0) selbst und kassierten ihr erstes Gegentor erst im Endspiel gegen Union Berlin. 

Dass sogar das U15-Nordderby zwischen dem Hamburger SV  um Torschützenkönig Michael Agyemang (5 Treffer) und dem SV Werder Bremen lediglich in der unteren Hälfte des Turnierbaums stattfand, unterstrich eindrucksvoll die enorme Qualität und Ausgeglichenheit des Teilnehmerfeldes.

Internationale Teams prägen das Turnier

Einmal mehr erwiesen sich die internationalen Gäste als große Bereicherung für den Pfingstcup. Die vier ausländischen Teams fanden sich am Ende auf den Plätzen 3 bis 6 wieder  und sorgten nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch für besondere Momente.

Vor allem die Queens Park Rangers hinterließen bei ihrer ersten Teilnahme Eindruck: Die Engländer reisten nicht nur mit einem spielstarken Team, sondern auch mit emotionalen Fans inklusive Banner und permanenten Anfeuerungsrufen an.

Der FC Midtjylland, Turniersieger von 2024, verlor zwar das Spiel um Platz 6 gegen Royal Antwerpen, spielte aber den technisch besten Fußball des Wochenendes und nahm in Person von Nikolaj Vestergaard die Trophäe des besten Spielers mit nach Dänemark.

Die Nebenschauplätze des Wochenendes

Natürlich schrieb auch die 40. Auflage wieder ihre ganz eigenen Geschichten. Im Spiel zwischen Werder Bremen und Blau-Weiss Hollage sorgte plötzlich ein Hund auf dem Spielfeld für eine kurze Unterbrechung, die die Aktiven auf dem Platz nur zu gerne in Anspruch nahmen.

Abseits des Rasens kämpften die Organisatoren derweil weniger mit starken Regenfällen wie im Vorjahr, sondern mit der Hitze. Während Pommes und Kaffee bei über 30 Grad nur Nebenrollen spielten, entwickelte sich rund um Eis und Kaltgetränke dauerhaft Hochbetrieb. Besonders gefragt war dabei das „Kaktus 4 Friends“-Eis, das bereits am frühen Sonntagnachmittag restlos ausverkauft war. Am späten Sonntagabend wurden noch alle Hebel für Nachschub in Bewegung gesetzt, doch auch die neu organisierte Lieferung hielt am Montag nur bis zum Mittag stand.

Plätze und Helfer liefern ab

Die Resonanz der nationalen und internationalen Gäste war erneut überwältigend. Die Rückmeldungen der Gastmannschaften fielen ausnahmslos positiv aus, viele Teams signalisierten bereits direkt vor Ort großes Interesse an einer Rückkehr im kommenden Jahr.

Besonders treffend formulierte es Sechzig-Coach Aleksander Stankovic trotz der bitteren Finalniederlage seiner Mannschaft: „Ich war davor noch nicht in Hollage, aber hatte schon viel davon gehört. Die Leidenschaft, die Nahbarkeit und die Energie, die in das Turnier gesteckt wird, sind herausragend. Man kann Blau-Weiss Hollage nur dazu beglückwünschen, ein solches Turnier mit dieser Professionalität Jahr für Jahr auf die Beine zu stellen.“

Einen großen Anteil am gelungenen Gesamteindruck hatten einmal mehr die vielen Helferinnen und Helfer rund um das Inter-C-Team. Ob in der mit viel Herzblut aufgemachten Cafeteria, bei Fahrdiensten, im Catering, beim Verkauf von Losen und Merch oder bei der Unterbringung: An nahezu jeder Ecke des Turniers wurde sichtbar, wie viel Begeisterung und ehrenamtliche Arbeit hinter dem Pfingstcup steckt.

Vor allem rund um die Betreuung der Queens Park Rangers war der Aufwand enorm. Fahrten zum Flughafen nach Bremen, späte Verpflegung am Sportgelände oder organisatorische Sonderwünsche wurden mit großer Selbstverständlichkeit umgesetzt.

Ein Sonderlob verdienten sich zudem die Platzwarte: Beide Rasenplätze präsentierten sich trotz der extremen Temperaturen an beiden Turniertagen in hervorragendem Zustand und hielten der hohen Belastung beeindruckend stand.

Der eigentliche Erfolg des Wochenendes

Am Ende eines intensiven Pfingstwochenendes bleibt einmal mehr das Gefühl, dass der Pfingstcup längst weit mehr ist als „nur“ ein Jugendturnier. Die Qualität auf dem Platz, die internationale Atmosphäre, die Nahbarkeit und das enorme ehrenamtliche Engagement machten auch die 40. Ausgabe zu etwas Besonderem.

Auf den Punkt brachte es Michael Lührmann: „Es ist nahezu unmöglich, alle Helferinnen und Helfer aufzuzählen, denen nach diesem Wochenende ein Dank gebührt. Hervorheben möchten wir dennoch die Unterstützung der JSG Lechtingen/Wallenhorst und des TSV Wallenhorst bei der Unterbringung unserer Gastmannschaften sowie die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Bauhof der Gemeinde Wallenhorst. Besonders beeindruckend war in diesem Jahr, wie eingespielt, eigenständig und reibungslos die einzelnen Bereiche funktioniert haben. Der Pfingstcup funktioniert mittlerweile deshalb so gut, weil unglaublich viele Menschen rund um den Benkenbusch mitziehen und dieses Wochenende mittragen. Das positive Feedback der Gastmannschaften ist deshalb nicht nur ein Lob an das Organisationsteam, sondern an alle Beteiligten.“

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